15. Juni 2016
Harry, der Wolkenreiter

 

Zum Tod von Sheriff Harry

Unser Sheriff Harry ist tot !... Ich hatte die hübsche Wirtin aus dem kleinen Landcafe in Kerpen gefragt was es denn so neues gibt. Dabei war ich doch auf dem Weg zu Harrys Ranch um ihn mal wieder zu sehen, wieder mit ihm reden mit ihm lachen, mir aber auch seine philosophischen Ansichten über das zusammenleben der Menschen und im besonderen das von Mensch und Tier anzuhören.

Claudia, die Wirtin hatte wohl gemerkt das mich die Nachricht vom Tot eines so guten Menschen sehr betroffen machte und meinte: „ Harry ist so gestorben wie er es sich immer gewünscht hat, auf seiner Ranch, einfach eingeschlafen einfach so“.

Dabei hatte ich mich auf das Wiedersehen doch so gefreut. Also fahre ich einfach hin zu seinem grünen Tälchen, seiner Ranch. Schmaler kommt er mir vor, der Weg zur Wiese, zum Tor mit der kleinen Brücke und der Fahne obendrauf.

<Betreten verboten > Das gelbe Schild ist neu. Etwas <betreten> stehe ich jetzt vor dem schmalen Steeg, was soll ich machen? Und was hätte Harry dazu gesagt, geht mir so durch den Kopf. Ein Blick nach oben, zum Himmel und ich weiß was er gesagt hätte „ Betretenes Gesicht machen verboten“ ja, das hätte Harry gesagt. Seid froh, mir geht es doch gut hier oben, hier auf den himmlischen Auen da wo all meine Mustangs grasen, die Hanni und wie sie noch alle geheißen haben die den Ritt nach hier Oben vor mir angetreten haben.

Recht hat er und ich wage mich über den Steeg, Still ist es geworden, kein „ Ach du bist datt“, oder „komm rein, aber ich habe noch nicht gestaubsaugt“. Leise schwadroniert der kleine Bach durch das Grün der Wiese, ein Gimpel flötet sein leises Requiem auf Dompfaffenart gegen den Himmel. Einäugig, ja melancholisch schaut mich Harrys Traktor an. Es vergeht noch eine ganze Weile bevor ich mich dann doch verabschiede, leicht ist das nicht und ich bin froh mit meinem Abschiednehmen alleine zu sein.

Oft, werde ich an ihn denken und dankbar sein für das einfache Leben was er einem vorgelebt hat und dankbar sein für alles was er mir so an Lebensweisheiten mitgab.

Aber eins ist doch gewiss, wenn in den dunkelsten Eifelnächten Wolkenfetzen über sein heimeliges Tal fegen, der Sturm in den Baumwipfel zaust, Eichen und Buchen zum ächzen bringt, dann wird er sich da oben auf  seinen Mustang schwingen und dabei sein, bei dem wilden Ritt durch den nachtschwarzen Eifelhimmel. Ja, das könnt ihr mir glauben!

Ich bin stolz Ihn, Sheriff Harry gekannt zu haben.

Wilfried Freischem

Meckenheim im Juni 2016

 

 

14. Juni 2016
Bye–bye, Sheriff


Roland Kattrin mit seinem Portrait von Harry und Mara


Quellennachweis Fotos: Eileen Blädel/Trierischer Volksfreund


Ein Harry-Portrait von Hobbymaler Roland Kattrin

Nach dem Tod von Sheriff Harry erschien im Trierischen Volksfreund im April 2016 ein Nachruf mit Foto des Verstorbenen. Daraufhin meldete sich Hobbymaler Roland Kattrin aus Reinsfeld bei der Redakteurin, Eileen Blädel, und fragte nach diesem Foto - denn er wollte es unbedingt zeichnen. Jetzt hat er die Redaktion des TV besucht und sein fertiges Kunstwerk vorgestellt. Die wirklich gut gelungene Zeichnung des Künstlers verdeutlicht einmal mehr Harrys Symbiose mit seinen Pferden aber auch die Verbundenheit vieler Menschen mit dem beliebten Sheriff.

rodeoranch.de dankt Herrn Kattrin und dem Trierischen Volksfreund für die Bilder.